Datum: 29.01.2026
OptimaMed Psychreha Wildbad: Lernbetreuung für begleitende Schulkinder
Der Internationale Tag der Bildung erinnert daran, dass Bildung ein grundlegendes Menschenrecht ist und die Basis für persönliche Entwicklung, gesellschaftliche Teilhabe und Zukunftschancen bildet. Dieses Recht gilt für alle Kinder – auch dann, wenn besondere familiäre oder gesundheitliche Situationen den Alltag prägen.
In unserer psychiatrischen Rehabilitation begleiten viele Kinder ihre Mutter oder ihren Vater während des Reha-Aufenthalts. Für diese Familien ist das Angebot einer begleitenden Unterbringung häufig die Voraussetzung dafür, dass eine Rehabilitation überhaupt möglich wird. Ohne eine verlässliche Betreuung der Kinder zu Hause könnte die notwendige Behandlung vielfach nicht angetreten werden.
Um sicherzustellen, dass auch die schulische Bildung der begleitenden Schulkinder während dieser Zeit erhalten bleibt, bieten wir vor Ort eine strukturierte Lernbetreuung an. Die Schülerinnen und Schüler bringen den Lernstoff ihrer jeweiligen Stammschule mit und werden dabei von pädagogischen (Fach-)kräften unterstützt. Ziel ist es, den Anschluss an den regulären Unterricht zu sichern und schulische Unterbrechungen so gering wie möglich zu halten.
Die Lernbetreuung versteht sich dabei nicht als Ersatz für den regulären Schulunterricht, sondern als ergänzendes und unterstützendes Angebot. Sie findet in einem geschützten Rahmen und in einem vertrauensvollen Umfeld statt, in dem sich die Kinder sicher und wohlfühlen können. Neben der fachlichen Begleitung ist es uns ein besonderes Anliegen, den Selbstwert der Kinder zu stärken, ihre individuellen Fähigkeiten wahrzunehmen und positive Lernerfahrungen zu ermöglichen.
Der strukturierte Ablauf schafft Orientierung im Alltag und unterstützt konzentriertes Lernen in einer herausfordernden familiären Situation. Gleichzeitig werden die Kinder in ihrer Rolle als Lernende wahrgenommen – unabhängig von der Erkrankung des Elternteils.
Mit diesem Angebot leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Rehabilitation und Familie sowie zur Chancengerechtigkeit im Bildungssystem. Bildung darf nicht daran scheitern, dass Eltern dringend Unterstützung benötigen.
Denn Bildung endet nicht dort, wo eine Rehabilitation beginnt.




